Fluxus Heidelberg Center BLOG

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Thursday, December 23, 2010

Foto: Sascha Dressler, © Nam June Paik Estate, New York 2010, Kunststiftung NRW, Düsseldorf

Vater aller Videokünstler
Liverpool, Tate Liverpool, bis 31. März 2011
Dezember 2010
Videokünstler, Performer, Komponist – Nam June Paik war von allem mehr als nur ein bisschen. Und damit gilt der in Süd-Korea geborene und in Japan aufgewachsene Künstler als Vorreiter der Video-Art.

Die Tate Liverpool zeigt ab Mitte Dezember eine große Retrospektive seiner Arbeiten. Unter anderem zu sehen ist die Installation „Laser Cone“ aus seinem Spätwerk, in dem er sich zunehmend mit der neuen Technik des Lasers auseinandersetzte.

Paiks künstlerische Karriere begann Ende der 1950er Jahre in Deutschland, wo er zuerst Musikgeschichte an der Universität München studierte. Später arbeitete er mit Karlheinz Stockhausen und Joseph Beuys zusammen. Von der Komposition über die Fluxus-Bewegung entwickelte sich Paik im Laufe der Jahre mehr und mehr zum Videokünstler. Er begann mit dem von ihm entwickelten Videosynthesizer durch Farb- und Tonveränderungen TV-Bilder zu manipulieren. Diese bildeten die Basis seiner Installationen. Bereits 1973 nahm er mit seinem Video „Global Groove“ die Entwicklung der Musikvideos vorweg.

Ebenfalls Teil der Ausstellung sind Paiks „TV-Buddhas“, eine Installation mit Bronze-Buddhas, die vor einer Videokamera sitzen und über ihre eigenen Aufnahmen meditieren. Seit den 1980er Jahren stellte Paik hauptsächlich große Multi-Monitor-Installationen her. Er ordnete die Bildschirme, auf denen verschiedene Videosequenzen ablaufen, zu großen Skulpturen an.

Insgesamt sind über 30 seiner skulpturalen Werke zu sehen, wie etwa die großen Roboter-Skulpturen, aber auch graphische Werke und viele Handzeichnungen. Anhand zahlreicher Fotos, Briefe und Texte können die Besucher der Ausstellung die Arbeits- und Denkweise des 2006 in den USA verstorbenen Künstlers nachspüren.

In seinen Arbeiten hat Nam June Paik Zeit seines Lebens scheinbar paradoxe Phänomene miteinander verbunden und die Grenzen der Kunst auf verschiedenen Ebenen verschoben. Für Paik war Kunst ein ständiges Hinterfragen gesellschaftlicher, politische und ökonomischer Prozesse, ein permanentes Experiment eben. „Auf wie vielen Ebenen sich kritisches Bewusstsein materialisieren kann, machte Paik in jedem seiner Werke deutlich – unabhängig davon, ob es sich um Musik, Performances, Videos, Zeichnungen oder Skulptur handelt“, schreibt die Kuratorin der Retrospektive Susanne Rennert im Katalog zur Ausstellung. „Existenziellen Fragen ging der ausgebildete Musiker und Komponist, der auch Philosophie und Kunstgeschichte studiert hatte, mit Ironie, Humor, intellektueller Schärfe und akademischer Gründlichkeit nach.“

Nam June Paik

Tate Liverpool – Albert Dock, Liverpool L3 4BB, Großbritannien, 17. Dezember 2010 bis 31. März 2011, Dienstag bis Donnerstag 10-17.50 Uhr

source: http://www.uptown-online.de/galerien-und-ausstellungen/archiv/2010/12/vater-aller-videokuenstler/

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Sunday, October 31, 2010

Nam June Paik - Porträt des Videokünstlers

Originaltitel: Nam June Paik ? Porträt des Videokünstlers
Episodentitel: Porträt des Videokünstlers
Genre: Menschen
Länge: 60 Minuten

INHALT

Der koreanische Künstler Nam June Paik (1932 - 2006) gilt als ein Pionier der Video- und Medienkunst. Bevor sich Paik der Bildenden Kunst zuwandte, studierte er Musik und Komposition in Japan und Deutschland. Seine künstlerische Laufbahn fing mit Fluxus-Aktionen im Rheinland an. Schon bald interessierte er sich für das Medium Fernsehen und begann seine ersten Experimente. Durch Manipulation des laufenden Fernsehprogramms erzeugte er verzerrte und abstrakte Bilder, die er 1963 erstmals in seiner legendär gewordenen Ausstellung "Exposition of Music - Electronic Television" in Wuppertal zeigte.1964 siedelte er nach New York über, wo er sein Interesse an der elektronischen Bildbearbeitung weiter vertiefte, Fernseher in seine Installationen einbaute und sich dem noch jungen Medium Video zuwandte. Nam June Paik war von 1979 bis 1995 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Sein Schaffen wurde mit zahlreichen Einzelausstellungen und Preisen gewürdigt. Dreimal nahm er an der Documenta in Kassel teil. 1993 gestaltete er mit dem Künstler Hans Haacke den Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig, der mit dem Goldenen Löwen für den besten Länderpavillon ausgezeichnet wurde. 1996 erlitt er einen Schlaganfall und war seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Nam June Paik starb im Alter von 73 Jahren in Miami Beach, Florida. Aus Anlass einer Werkschau, die noch bis zum 21. November 2010 im "museum kunst palast" in Düsseldorf zu sehen ist, gibt der Film einen Überblick über Nam June Paiks künstlerische Arbeit und stellt Familienangehörige, Wegbegleiter und Mitarbeiter vor, darunter seine Witwe Shigeko Kubota, sein Neffe Ken Hakuta, die Kuratoren John Hanhardt und Wulf Herzogenrath sowie die Kölner Künstlerin Mary Bauermeister. Das Porträt verbindet Werkdarstellungen mit Gesprächen über Paiks Arbeits- und Denkweise sowie sein Selbstverständnis als Künstler.

source: http://www.cinefacts.de

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Thursday, October 28, 2010

Die Galerie Epikur bittet zum Salon (28.10.2010)



Manfred Leve: Nam June Paik und K.O. Götz

Galerie ist mehr.
Die Galerie Epikur bittet zum Salon

Vom Medium zur Kunst oder Als das Denken noch interaktiv sein wollte: Nam June Paik

Olaf Reitz: Lese-Collage aus den "Niederschriften eines Kulturnomaden"
Mittwoch, 03. November 2010, 19.30 Uhr

Unkostenbeitrag für Imbiß und Getränke: 5,- Euro. Aufgrund der großen Nachfrage bei räumlich begrenzter Teilnehmerzahl, ist eine Anmeldung unter info@galerie-epikur.de erforderlich.

Nach den großen Retrospektiven zu Gerhard Hoehme, Informel und Abstraktem Expressionismus, zeigt das museum kunst palast in Düsseldorf parallel zur Beuys-Schau im K20 das Lebenswerk von Nam June Paik.

"Mein experimentelles TV ist nicht immer interessant, jedoch nicht immer uninteressant,
wie die Natur, die s c h ö n ist, nicht, weil sie sich schön verändert, sondern einfach, weil sie sich verändert."

Mit diesem programmatischen Bekenntnis beginnt Paiks "Nachspiel" zu einem Theorietext, den er 1963 anläßlich seiner legendären Ausstellung "Experimentelles Fernsehen" in der Galerie Parnaß in Wuppertal verfaßte. Als Visionär und Praktiker einer Übertragung der Prinzipien von DADA und FLUXUS auf die neuen elektronischen Techniken wurde Paik zum Pionier der Medienkunst.

Seitdem wurden die Medien längst zu Alltagsselbstverständlichkeiten, und Paiks Vision eines weltumspannenden Satellitenfernsehens von 1974 realisiert. Die Medienkünste haben darüber ihren avantgardistischen Status eingebüßt: was alle machen und haben, kann für niemanden mehr bahnbrechend sein. So hielt schon Joseph Beuys Paik - in aller Freundschaft - vor, Amerika habe ihn korrumpiert. ?Der Rückblick auf das Werk des ersten Medienkünstlers mit globaler Wirkung zeigt nicht nur den eingetretenen historischen Abstand, und das schnelle Altern einer ästhetischen Avantgarde, die ihre Praxis an den technischen Fortschritt bindet. Er gibt auch Gelegenheit, das aktuelle Verhältnis von Medien und Kunst zu erörtern - und an die Kunst als Ur-Medium zu erinnern.

Dazu trägt Olaf Reitz, in Wuppertal lebender Schauspieler, Regisseur und markante ‚Stimme', der in Zusammenarbeit mit Autoren und Musikern eine eigene Form der Lese-Performance entwickelt hat, seine Lese-Collage aus Nam June Paiks "Niederschriften eines Kulturnomaden" vor.

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu können.
Andreas Steffens, HansPeter Nacke

Galerie Epikur Wuppertal
HP Nacke
Friedrich-Ebert-Straße 152a
42117 Wuppertal

Tel. 0202 - 4 26 52 62
Fax 0202 - 8 31 67
Mobil 0171 - 32 35 238

Öffnungszeiten
Di - Fr 14 - 19 Uhr, Sa 13 - 18 Uhr
und nach Vereinbarung

Abbildung:
Manfred Leve: Nam June Paik und
K.O. Götz im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Exposition of Music - Electronic Television", Galerie Parnass, Wuppertal, 11.03.1963, Leihgeber: AFORK, Archiv künstlerischer Fotografie der rheinischen Kunstszene, Düsseldorf / museum kunst palast © Manfred Leve

source: http://www.artfacts.net/de/institution/galerie-epikur-wuppertal-349/nachrichten/-5735.html

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Tuesday, January 27, 2009

Nam June Paik Art Center


TV Candle ,1975(1999) ,Nam June Paik ,Nam June Paik Art Center
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January 27, 2009
Nam June Paik Art CenterNOW JUMP Festival
The Gift of Nam June Paik 1 Seminar
February 4 and 5, 2009

85 Sanggal-dong, Giheung-gu,
Yongin-si, Gyeonggi-do
446-905
Republic of Korea

http://www.njpartcenter.kr

The Nam June Paik Art Center proudly announces the launch of its lecture and discussions series with The Gift of Nam June Paik 1, a seminar commemorating the closing of its inaugural festival NOW JUMP.

The Gift of Nam June Paik 1 gathers specialists from various fields of research to celebrate Nam June Paik's creativity and expand discussions on his work. As a concluding journey of the NOW JUMP Festival, the seminar ambitions to sketch a landscape where neglected aspects of Paik's practice can be considered and supported. Reactivating and actualizing the nomadic characteristics of Paik's life, the different speakers' presentations and areas of expertise echo the boundless terrain of Paik's work suggesting that being a pioneer of video art was only a single station within a much larger journey. What topics and perspectives can be imagined within contemporary social and political contexts when considering Paik's role from these extended perspectives?

The first two sessions of the seminar are intended to promote shifts in presumptions and activate discourses on Paik that extend beyond established presuppositions. In the morning of February 4, Bazon Brock addresses the socio-political contexts of post war Germany in relation to artistic practice, situating the historical meeting of Paik and television within a larger framework. Midori Yamamura follows these arguments with a presentation on the new ontology that threaded through Japan, the United States and Europe in the period following World War II in relation to Paik and the formative Fluxus movement.

In the afternoon, Kim Suki examines the cultural context of Korea under Japanese colonization during the 1930s and 1940s and Mary Bauermeister offers testimonial of her close relationship with Paik during his stay in Germany. Further enhancing this focus on Paik's early years and the transgressions in his way of thinking that place him in between East and West, Kim Jin Sok's delves into the philosophical frameworks of the communities and societies influential to Paik.

On February 5, the main themes are performativity and the notion of time, and nomadism. Lee Young Chul shares his exhibition-making experience and the dialogue it established with Paik's philosophy for the creation of the NOW JUMP Festival. Hannah Higgins discusses experience and Fluxus, while architect/poet Haam Seong-Ho considers the notion of time and experience in Zen Buddhism.

The concluding session concentrates on nomadism and how Paik continuously jumped from place to place, both geographically and chronologically. The notion of nomadic life is examined through anthropological, socio-political and futurological references by Yi-Jinkyung and Cho Hyun-il. Their presentations aim to imagine the potential social structures, territories, and political terrains Paik's practice may inspire.

Speakers include, Bazon Brock (Professor of Aesthetics and Communication Design at Wupperthal University), Midori Yamamura (Art history PhD candidate at the CUNY Graduate Center), Kim Suki (director of Hyunsil Munwha Publishers and lecturer at the Korea National University of Arts), Mary Bauermeister (artist renowned for hosting avant-garde gatherings in 1960s Cologne), Kim Jin-Sok (Professor of Humanities at Inha University), Lee Young Chul (Director of Nam June Paik Art Center), Hannah Higgins (Associate Professor of Art History at the University of Illinois Chicago), Haam Seong-Ho (poet/architect), Yi-Jinkyung (Professor of Humanities at Seoul National University of Technology). Cho Hyun-il (author of 1000).

The Nam June Paik Art Center, supported by Gyeonggi Cultural Foundation and Gyeonggi province.

Nam June Paik Art Center
85 Sanggal-dong, Giheung-gu,
Yongin-si, Gyeonggi-do
446-905
Republic of Korea
T: + 82 (0) 31 201 8543
F: + 82 (0) 31 201 8515
c.pestana@njpartcenter.kr



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